Die Jahreshauptversammlung der Stiftung Fleischhauer 2026 findet statt am
Samstag, dem 05. Dezember 2026, von 16:00 - 18:00 im Hotel Dorint Weimar.
Wie in jedem Jahr geht der Jahreshauptversammlung auch in diesem Jahr ein kulturelles Rahmenprogramm voraus:
In der Zeit von 11:00 - 13:00 findet im Hörsaal der Anna Amalia Bibliothek am Platz der Demokratie 1 in Weimar ein Vortrag in Wort und Bild statt, der dem unbekannten Weimarer Arzt gewidmet ist:
Johann Gottlob Wilhelm Treuter (1781-1855)
Im vergangenen Jahr hat der russische Schriftsteller im Schweizer Exil, Herr Michail Schischkin, erstmals das Wirken Johann Treuters in Moskau sowie das Schicksal seiner Familie im Russischen Reich und im Sowjetstaat vorgestellt. Jetzt soll die Verbindung Treuters zu seinem Weimarer Umfeld hergestellt und seine Tätigkeit in den historischen Kontext seiner Zeit gestellt werden.
Johann Gottlob Wilhelm Treuter, den Johann Wolfgang von Goethe in zwei Briefen nach Moskau im namenlosen Bild seines "Wandnachbar" festhielt, war in Tat und Wahrheit mehr als sein zufälliger Nachbar: Sein persönlicher Nachlass sowie die schriftliche und mündliche Tradition seiner Moskauer Familie enthalten hinreichende Beweise dafür, dass seine lebenslange Bindung an den Weimarer Dichterfürsten eng und vertrauensvoll war. Wenn auch der Nachweis ihrer verwandtschaftlichen Nähe mittels DNA-Analyse nicht mehr zu erbringen sein wird, lassen die vorhandenen Zeugnisse doch kaum Zweifel an der Tatsache, dass Johann Treuter der illegitime Sohn Goethes war und beide Persönlichkeiten dieses Geheimnis bis zum Ende ihres Lebens einvernehmlich gewahrt haben.
Damit liefert die Entdeckung dieses bisher unbekannten Weimarer Arztes in Moskau eine nicht unwesentliche Bereicherung unserer Kenntnis Goethes: In Johann Gottlob Wilhelm Treuter begegnet der Goethe-Forschung, die bisher allein den überlebenden vorehelichen Sohn aus der Verbindung mit Christiane Vulpius, August von Goethe, als leiblichen Nachkommen kannte und anerkannte, jetzt ein in Grenzen kongenialer Bewunderer des großen Dichters und Denkers, der dessen Werte für ein halbes Jahrhundert in der russischen Gesellschaft eingepflanzt hat und ihr zu einem humanistischen Aufklärer von Gewicht und Bedeutung geworden ist.
Die sachkundig recherchierte und allgemeinverständlich dargebotene Geschichte des Lebens und Wirkens von Johann Treuter in Moskau wird von zwei bekannten Thüringer Bühnenkünstlern, Herrn Stefan und Frau Maria Elisabeth W e y, vorgetragen und durch reichhaltiges Bildmaterial unterlegt, das die Stiftung Fleischhauer in Moskau und St. Petersburg erwerben und sicherstellen konnte.
Interessenten sind vielmals zu diesem Vortrag eingeladen und werden gebeten, ihre Anwesenheit unter Nennung der Personenzahl rechtzeitig anzumelden bei:
mail@stiftung-fleischhauer.de oder mail@singer-immobilien.de
Die Jahreshauptversammlung der Stiftung Fleischhauer 2025 findet statt am
06. Dezember 2025 im Hotel Dorint Weimar am Goethepark.
Wie zu jeder Jahreshauptversammlung wird auch in diesem Jahr ein Vortrag das Leben und Werk eines bedeutenden, aber bisher weitgehend unbekannten Weimarer Bürgers beleuchten:Der bekannte, seit drei Jahrzehnten in der Schweiz beheimatete, russische Schriftsteller Michail Schischkin, der sich in Deutschland durch seine Marbacher Schiller-Rede einen Namen gemacht hat, hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, das interessierte Thüringer Publikum mit dem Moskauer Arzt und Dichter Johann Gottlob Wilhelm Treuter (1781-1855) vertraut zu machen.
Der Jenenser Mediziner Johann Treuter wuchs in Weimar in nächster Nähe von Johann Wolfgang von Goethe auf, absolvierte sein Medizinstudium unter dessen Aufsicht und wanderte nach seinem Abschluss mit einem Empfehlungsschreiben von Goethes Dienstherrn nach Russland aus. Er ließ sich in Moskau nieder, trat der örtlichen Freimaurerloge bei und integrierte sich kulturell und sozial im russischen Dienstadel. In vier Ehen gründete er eine große Moskauer Familie, deren Mitglieder sich bis zur Gegenwart durch ihren Einsatz für eine aufgeklärte, humane Gesellschaft ausgezeichnet haben.
Unter der Fragestellung "Ein Goethe-Sohn in Russland?" wird Michail Schischkin die Lebensabschnitte, sozialen Bezüge und Unterlagen vorstellen und prüfen, die Johann Treuter veranlasst haben, sich im engsten Kreis der Familie als Sohn des Weimarer Dichterfürsten zu bekennen. Dabei hat er sich in seiner Wahlheimat als aufopfernder Arzt einen Namen gemacht, aktiv am kulturellen Leben des russischen Adels teilgenommen und eine Familie hinterlassen, die im Geist der Weimarer Klassik zu einem Motor der Aufklärung in Russland wurde. Erwartungsgemäß haben ihre besten Glieder für diese Leistung das Los von Verfolgung und Tod erleiden müssen und damit bewiesen, welches Geschick die Stimme der Vernunft in Russland erwartet hat und noch heute erwartet.
Interessenten sind vielmals zu diesem Vortrag und dem anschließenden Brunch auf Kosten der Stiftung Fleischhauer eingeladen und melden Ihre Anwesenheit unter Nennung der Personenzahl bitte rechtzeitig bei der Mail-Adresse
mail@singer-immobilien.de oder mail@stiftung-fleischhauer.de an.